David Goliath

Deutscher Schriftsteller

Meine Gedichte

Poesie


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28.10.2020

Tanzende Engel

Tanzende Engel zeigen mir den Weg,
doch ich gehe nicht allein hier weg,
nicht ohne dich!

Ich halte deine Hand,
sie ist halb verbrannt.
Ich ziehe dich aus dem Feuer,
es faucht und kratzt, das Ungeheuer.
Ich spüre die Wärme auf meiner Haut,
weiß um die Hoffnung, die mir vertraut.
Meine Isolation beginnt zu bröckeln,
während deine Organe bereits köcheln.
Fallende Flammenwolken, brennende Drachenglut,
brodelnde Schmelze, erstickende Sintflut.
Ein falscher Schritt, ein schlechter Tag.
Das Flammenmeer tötet auf einen Schlag.
Die Flammenzungen geifern nach mir;
sie pirschen sich an mit hungriger Gier.
Das Licht, es blendet und paralysiert.
Ich packe dich wie hypnotisiert.
Deine Kraft lässt nach, ich fühle die Atrophie.
Kämpfe für mich, besiege die Agonie!
Schließ deine Augen, schließ deinen Mund!
Die Flucht wird lang, im Rücken der Höllenhund.
Der Luftzug heizt das Inferno an.
Ich höre das Rauschen und den lodernden Bann.
Über mir breitet sich der Rauchteppich aus,
weist mir unheilvoll den Pfad hier raus.
Es knirscht und kracht; das Feuer lacht,
frisst gefräßig und vertreibt die Nacht.
Mein Schweiß brennt und verdampft.
Dein Körper erschlafft und verkrampft.
Die letzten Meter zwischen Leben und Tod,
meine Physis ist am Ende, doch mein Wille trägt uns aus dem Schlot.



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