David Goliath

Deutscher Schriftsteller

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Poesie


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28.10.2020

Heimkehr

Die alten Straßen.
Die alten Häuser.
Die alten Freunde aber, sind nicht mehr.
So ist die Heimkehr.

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.
Man fühlt sich einsam und ist doch nie allein.
Unbekannte Gesichter zieren den Asphalt.
Die Welt dreht sich weiter, man wird alt.

Fremd in der Heimat.
Heimisch in der Ferne.
Paradigmen antiquiert.
Sehnsucht nach Moderne.
Den Anker eingeholt.
Das Damals überrollt.
Plötzlich die Erinnerung
mit ungeahnter Wirkung.
Sitten, längst vergessen, biedern sich an.
Marotten, längst abgelegt, widern mich an.

Heimkehr
fällt so schwer.
Heimkehr
verletzt so sehr.

Freunde sind wie Laternen
an einem langen, dunklen Weg.
Sie können den Weg nicht verkürzen,
aber mit ein wenig Helligkeit würzen.
Doch der Weg ist dunkel und kalt.
Die Laternen sind aus, man wird alt.
Keine Freunde, kein Heimathafen.
Die Heimkehr wird sich als Farce entlarven.



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