David Goliath

Deutscher Schriftsteller

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Poesie


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28.10.2020

Die Mücke

Hält mich wach,
hält mich in Schach,
raubt mir den Schlaf
wie ein lauter Phonograph.
Raubt mir mein Blut
für ihre Brut.
Will sich vermehren,
will mich verzehren.
Ich schlag sie tot
im Morgenrot.
Der Tag beginnt,
es wird hell geschwind.

Hab kein Auge zugedrückt.
Die Jagd, die ist mir nicht geglückt.
Erst in der Morgenstund
hieb ich mir die Hände wund.
Rote Flecken,
die nach mir schmecken
schmücken die triste Wand
recht flamboyant.
Ohne Rast
hab ich die Nacht verpasst.
Ohne Ruh
tat ich kein Auge zu.

Eine habe ich erwischt,
doch wenn die Nacht hereinbricht
kriechen die anderen hervor
und sausen um mein Ohr,
um mir zu verdeutlichen,
Ich kann nicht alle erwischen.
Dunkle Ecken als Versteck.
Es bleibt nicht bei einem Fleck.
Sie ist tot.
Ich fühl mich tot,
total kaputt.
Die Schläfe unter Druck.



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