David Goliath

Deutscher Schriftsteller

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Poesie


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28.10.2020

Und die Furcht wird vergehen

Ich bin dein Brandungsfels, auch wenn ich erodiere,
ich schütze dich vor der Flut.
Ich bin dein Eisenschild, auch wenn ich korrodiere,
ich schütze dich vor jedem Disput.
In meiner Obhut bist du sicher,
in meinen Armen bleibt die Zeit kurz stehen.
Meine Hände hüllen dich ein
und die Furcht wird vergehen.

Ich bin dein Fellmantel, auch wenn ich erfriere,
ich schütze dich vor Schneegestöber.
Ich bin dein Märchenheld, auch wenn ich fabuliere,
bin Drachentöter, Kettensprenger, Schlangenbeschwörer.
In meiner Obhut bist du sicher,
in meinen Armen bleibt die Zeit kurz stehen.
Meine Hände hüllen dich ein
und die Furcht wird vergehen.

Ich bin dein Kuscheltier, auch wenn ich fantasiere,
ich schütze dich vor Einsamkeit.
Ich bin dein Gewissen, auch wenn ich transzendiere,
ich schütze dich vor Fahrlässigkeit.
In meiner Obhut bist du sicher,
in meinen Armen bleibt die Zeit kurz stehen.
Meine Hände hüllen dich ein
und die Furcht wird vergehen.

Du hast Angst vor Veränderung, lass mich deine Konstante sein.
Du hast Zweifel an der Zukunft, lass mich dein gutes Orakel sein.
Ich bin der Anker, der dich bei Sturm im Hafen hält.
Alles wird gut, auch wenn der letzte Groschen fällt.
Die Welt dreht sich zu schnell für dich.
Du verlierst dein Gleichgewicht,
alles verzerrt, so trügerisch.
Ich fang dich auf, voller Zuversicht.
Bei mir darfst du zerbrechlich sein.
Bei mir darfst du mürrisch sein.
Mit mir bist du nie allein.
Ich stehe an deiner Seite tagaus, tagein.

Ich bin dein Thermostat,
spende Wonne und Wärme.
Ich laufe im Hamsterrad,
spende Licht, auch aus der Ferne.
Und bin ich unsichtbar, so bin ich doch ganz nah,
wie eine innige Aura, immer für dich da!



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