David Goliath

Deutscher Schriftsteller

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Poesie


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28.10.2020

Bis ans Ende dieser Welt

Soweit uns unsere Füße tragen.
Hinter uns Pandemien, Plünderer und Plagen.
Auf der Suche nach unserer eigenen Utopie.
Wir suchen und suchen und finden sie nie.

Sauberes Wasser, sauberes Essen.
Die Erinnerung quält uns, erschwert das Vergessen.

Kanonenfeuer am Firmament!
Der Himmel brennt!
Giftgas im Elysium!
Wir sterben im Delirium!

Ich gehe mit dir bis ans Ende dieser Welt,
auch wenn uns beiden das Ende nicht gefällt.
Bevor wir verdursten und zittern wie Espenlaub
kommt ein greller Blitz und wir zerfallen zu Staub.
Gemeinsam über Stock und über Stein.
Wir flüchten Hals über Kopf – querfeldein.
Der Abgrund empfängt uns, eröffnet neue Perspektiven,
wartet geduldig bis wir uns zum Sprung entschließen.

Der Mangel an allem ist eklatant.
Der Gestank nach Schwefel penetrant.
Wir gehen durch die Hölle – miteinander.
Wir verlieren unsere Sinne – nacheinander.
Zuerst das Hören: deine Stimme wird mir fehlen.
Dann das Sehen, dass sich unsere Hände verfehlen.
Das Schmecken folgt, zusammen mit dem Gefühl.
Das Riechen versiegt und es wird kühl.



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