David Goliath

Deutscher Schriftsteller

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Poesie


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28.10.2020

Sarkophag

Mein Sarkophag
schützt mich am Tag
und in der Nacht,
wenn mein Spieltrieb erwacht,
flüchte ich aus dem Kamin
und spuke als Harlekin.
In euren Gemäuern
werde ich eure Ängste steuern.

Kein Lebewohl!
Kein Freiheitsidol!
Kein Alkohol!
Kein Kreuzsymbol!
Ihr könnt euch nicht betäuben,
ihr könnt euch nicht sträuben.
Weder Halluzinogene
noch dreiste Fluchtpläne.
Es gibt kein Entkommen,
ich hab euch die Kraft genommen.
Ihr könnt betteln und flehen,
ich lasse euch niemals gehen!

Mein Sarkophag.
Ein sicherer Verschlag.
Niemand kann mich finden,
meinen Wall überwinden.

Da ist kein Trüffel für die Blinden.

Eure Träume sind nicht feucht, sondern schrecklich.
Ich bin der Urheber und prinzipiell ursächlich.
Euer Schritt ist nicht vor Geilheit nass.
Vor lauter Panik uriniert ihr ohne Unterlass.

Hört ihr mich lachen?

Meine Krallen schlagen ins Fleisch.
Die Todgeweihten werden ganz bleich.
Spitze Zähne, schwarze Augen, böser Blick.
Mein Kiefer bohrt sich ins Genick.

Stirb!



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