David Goliath

Deutscher Schriftsteller

Meine Gedichte

Poesie


Zurück zur Übersicht

28.10.2020

Meine Droge

Wie du dich bewegst,
wie du vor mir stehst,
wie du mich ansiehst,
wie du mich anziehst.

Ich bin die Motte.
Du bist das Licht.
Es strahlt die Sonne
aus deinem Gesicht.

Du lockst mich magisch an.
Ich flieg solang ich kann.
Ich verbrenne, ich ertrinke, ich verdurste, ich ersticke,
doch nur für die Richtige.

Du bist meine Droge,
meine Muse, meine Zofe.
Ich bin süchtig nach dir
wie ein abgerichtetes Tier
nach Fleisch und Blut
in animalischer Demut.
Nur ein Schuss, nur ein Kuss,
bevor ich sterben muss.

Jetzt weiß ich, was Liebe ist
und wie sie mich auffrisst.
Weiß, was es heißt, zu leiden,
will es jedoch nicht vermeiden.
Ich genieße jeden Stich und jeden Rausch.
Hoffe, das hört niemals auf.
Will bleiben und die Zeit mit dir auskosten,
im Verderben, auf verlorenem Posten.

Kann kaum atmen, kann nicht schlafen.
Jeder Moment ohne dich will mich bestrafen.
Jede Sekunde ohne dich ist wie ein kalter Entzug.
Du bist mein Heiland, du tust mir gut.
Habe keinen Hunger, habe keine Lust,
muss nur existieren bis zum nächsten Kuss.
Habe gewartet, habe gesucht,
habe gefunden, bin erlöst und verflucht.

Eine Überdosis von dir ist zum Glück nicht letal.
Und wenn es so wäre, wär es mir egal.
Ich will dich bis zum letzten Tropfen aussaugen,
dich mit Haut und Haar vollumfänglich rauben.



Zurück zur Übersicht